Achtsamkeitstraining

Achtsamkeit Karlsruhe

Wann, wo, wie?
Wir treffen uns jeden Montag von 11:15 Uhr bis 11:50 Uhr im Trainingsraum des Pavillons vor Gebäude 5 (04.U.GYM).
Wir meditieren insgesamt gut eine halbe Stunde. Aufgeteilt in eine geführte Meditation und eine nahezu frei Meditation. Das Training ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Damit wir unsere Achtsamkeit voll entfalten können, sind uns folgenden Dinge wichtig:

  • Komme pünktlich, damit wir gemeinsam starten und ungestört meditieren können.
  • Verhalte dich leise, zum Beispiel beim Ändern der Sitzposition, Naseputzen oder ähnlichem.

Was brauche ich dazu?
Lediglich bequeme Kleidung. Sitzkissen und Sitzbänke sind vorhanden. Du kannst aber auch gerne Deine privaten Unterlagen mitbringen. Darunter platzieren wir die vorhandenen Yoga-Matten.

Wir gehen in die Stille. Für das Training ist es deshalb förderlich, die sogenannte „Edle Stille“ einzuhalten. Wir sprechen nicht, zeigen keine aktive Körpersprache und halten keinen Augenkontakt.

Was habe ich davon?
Die persönliche Entwicklung durch das Achtsamkeitstraining wirkt unterschiedlich und ist natürlich abhängig vom eigenen Standpunkt und Weg.

Grundsätzlich ist Achtsamkeitstraining:

  • In gewisser Hinsicht wie Sport treiben. Ein regelmäßiges Training stärkt die Achtsamkeit.
  • Ein Weg zu einer bewussten Lebensführung, um privaten oder beruflichen Herausforderungen ruhiger und ausgeglichener begegnen zu können.
  • Eine Möglichkeit, die im Alltag angesammelten Spannungen abzubauen.
  • Eine Möglichkeit, eingefahrene Reaktionsmuster und Gewohnheiten abzulegen und zu lösen.
  • Die Fähigkeit unseres Gehirns zu fördern, uns neue Verhaltensweisen anzueignen (neuronale Plastizität).

Kann ich das auch?
Ganz bestimmt. Denn die Meditation eignet sich für alle Menschen jeglichen Alters und jeglicher Herkunft. Es ist keine Religion. Und es ist auch keine intellektuelle Diskussionsrunde ;-)
Meditieren ist eher wie laufen lernen. Zuerst lernen wir zu stehen. In unserem Fall sitzen wir zunächst einfach nur ruhig da. Dann lernen wir erste Schritte zu machen – beim Meditieren bedeutet das, einen ruhigen und wachsamen geistigen Zustand für ein paar Sekunden oder ein, zwei Minuten zu halten. Später lernen wir Schrittfolgen, also die Fähigkeit, sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt beliebig lange und intensiv in den gewünschten Zustand zu versetzten.

Was ist denn Achtsamkeit genau?
Achtsamkeit ist nach Jon Kabat-Zinn* eine Praxis der Zuwendung und eine Methode, die Leiden mindert. Diese bestimmte Form der Aufmerksamkeit ist absichtsvoll, bezieht sich auf den gegenwärtigen Moment und ist nicht wertend.
Die vier Grundlagen der Achtsamkeit bedeuten nach buddhistischer Auffassung:

  • die Achtsamkeit auf den Körper,
  • die Achtsamkeit auf die Gefühle/Empfindungen,
  • die Achtsamkeit auf den Geist, dessen aktueller Zustand bzw. Veränderungen des Zustands, beispielsweise abgelenkt, konzentriert oder verwirrt sein,
  • die Achtsamkeit auf die Geistesobjekte, das heißt alle äußeren und inneren Objekte/Dinge, die im Moment wahrgenommen werden.

Die Achtsamkeitsmeditation wird im Buddhismus auch als Vipassana** bezeichnet. Achtsamkeitstraining ist einem Fitnesstraining ähnlich. Nach einiger Zeit erreicht man immer mehr Erfolge, zum Beispiel mehr Energie und mehr Ausgeglichenheit. Insgesamt mag man sich sogar vitaler und agiler fühlen. Wie beim Fitnesstraining geht es mit Trainingspartnern oder in der Gruppe leichter. Denn die Partner motivieren und unterstützen sich gegenseitig.

*Jon Kabat-Zinn: Emeritierter Professor an der University of Massachusetts Medical School in Worcester - unterrichtet Achtsamkeitsmeditation.

** Mehr Infos zu Vipassana und den Kursen findet ihr hier: http://www.dhamma.org/de/index

Trainer
Markus Mattern (Leiter)
„Seit 2009 praktiziere ich die Vipassana Mediation. War mehrmals auf 10 Tages- und auf Wochenendkursen. Der entscheidende Impuls das „ Achtsamkeittraining“ anzubieten kam quasi bei einem Mittagessen in der Kantine im Herbst 2018. Als wir zufällig beim Thema Wandern auf den meditativen Charakter dessen kamen. Spontan haben wir die Idee geboren, dass man sich in einer kleinen Gruppe regelmäßig trifft für gemeinsame „Sitzungen“.
Das zog seine Kreise und daraus entstand der Plan für den Aufbau eines Trainings und später die Etablierung als BSG Sparte um das Ganze auch öffentlich bzw. bekannt zu machen und weiteren Kolleginnen und Kollegen anzubieten.
Mir ging es beim Meditieren schon immer weniger um den esoterischen Teil des Themas, sondern um den praktischen Nutzen, den ich innerhalb weniger Tage auf meinem ersten (echt anstrengenden 10 Tageskurs) verspürte.“

Vjekoslav Grzin – „Mischo“ - (Stellvertreter)
„Im Studium kam ich mit dem Autogenen Training, einer Entspannungstechnik, in Kontakt. Erst später kam ich zur Meditation. Dabei hat mich schon immer das ganz erfahrungsbasiert fasziniert. Erst einmal versuchen, still da zu sitzen, war schon eine Herausforderung. Diese habe ich gerne sportlich angenommen. Im weiteren Verlauf habe ich dann auch die weiteren Möglichkeiten auf Gedanken- und Gefühlsebene zu meistern gelernt.
Ich freue mich sehr, Markus als sein Stellvertreter beim Training der Achtsamkeit durch Meditation zu unterstützen.“

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